Wie aus Studien erfolgreiche Daten-PR entsteht

Daten-PR gehört zu den wirkungsvollsten Formen moderner Unternehmenskommunikation. Studien liefern dafür eine besonders starke Grundlage, weil sie neue Erkenntnisse sichtbar machen und Entwicklungen im Markt einordnen. Entscheidend ist jedoch nicht nur die Datenerhebung, sondern vor allem die Frage, wie aus Studien eine kommunikative Perspektive entsteht.

Lesezeit:
3 Min.
06.03.2026

Warum Studien eine starke Grundlage für Daten-PR sind

Daten spielen in der Kommunikation eine immer wichtigere Rolle. Medien, Unternehmen und Öffentlichkeit suchen zunehmend nach belastbaren Informationen, die Entwicklungen nachvollziehbar machen.

Genau hier setzt Daten-PR an. Sie nutzt Zahlen, Analysen und Studien, um Themen fundiert einzuordnen und Diskussionen im Markt anzustoßen.

Besonders Studien eignen sich dafür aus mehreren Gründen.

Erstens liefern sie neue Informationen. Medien berichten bevorzugt über Inhalte, die bisher nicht bekannt waren oder neue Perspektiven eröffnen.

Zweitens ermöglichen Studien Vergleiche. Unterschiede zwischen Branchen, Märkten oder Unternehmensgrößen lassen sich klar sichtbar machen.

Drittens helfen Studien dabei, Entwicklungen zu erklären. Sie zeigen nicht nur einzelne Zahlen, sondern machen Trends und Muster erkennbar.

Diese Kombination macht Studien zu einer idealen Grundlage für datenbasierte PR..

Welche Erkenntnisse Medien aus Studien suchen

Damit Studien in der PR tatsächlich Aufmerksamkeit erzeugen, müssen sie Erkenntnisse liefern, die journalistisch relevant sind.

Medien berichten selten über eine Studie an sich. Sie berichten über das, was eine Studie sichtbar macht.

Typische Perspektiven für Berichterstattung sind zum Beispiel:

  • Überraschende Entwicklungen im Markt
  • Deutliche Unterschiede zwischen Branchen oder Unternehmen
  • Diskrepanzen zwischen Erwartungen und tatsächlicher Entwicklung
  • Trends mit wirtschaftlicher oder gesellschaftlicher Bedeutung

Solche Ergebnisse liefern einen klaren Ansatzpunkt für journalistische Geschichten. Sie helfen Redaktionen dabei, komplexe Themen verständlich zu erklären und einzuordnen.

Ohne eine solche Perspektive bleibt eine Studie häufig eine Sammlung von Zahlen, die für Außenstehende schwer einzuordnen ist.

PR-Perspektiven sollten bereits im Studiendesign mitgedacht werden

Damit Studien später als Grundlage für Daten-PR dienen können, lohnt es sich, bestimmte Perspektiven bereits im Studiendesign zu berücksichtigen.

Entscheidend ist dabei nicht die Suche nach spektakulären Ergebnissen, sondern nach Fragestellungen, die Entwicklungen sichtbar machen.

Besonders geeignet sind Studienfragen, die zum Beispiel:

  • Veränderungen im Markt untersuchen
  • Unterschiede zwischen Branchen oder Unternehmensgrößen analysieren
  • Erwartungen mit tatsächlichen Entwicklungen vergleichen
  • Wirtschaftliche Trends sichtbar machen

Solche Fragestellungen erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass Studien später kommunikativ relevante Erkenntnisse liefern.

Vom Studienergebnis zur PR-Story

DaNach der Datenauswertung beginnt die eigentliche kommunikative Arbeit. Jetzt geht es darum, zentrale Erkenntnisse verständlich zu formulieren und einzuordnen.

Eine hilfreiche Struktur für Daten-PR besteht aus drei Schritten.

Insight
Welche überraschende oder besonders relevante Erkenntnis zeigt die Studie?

Context
Wie lässt sich dieses Ergebnis in Markt- oder Branchentrends einordnen?

Implication
Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für Unternehmen oder Märkte?

Ein einfaches Beispiel:

  • Insight: 72 % der Unternehmen erwarten steigende Risiken in ihren Lieferketten.
  • Context: Der Anteil hat sich innerhalb von zwei Jahren nahezu verdoppelt.
  • Implication: Unternehmen müssen ihre Beschaffungsstrategien stärker diversifizieren.

Diese Struktur hilft dabei, Ergebnisse nicht nur zu präsentieren, sondern ihre Bedeutung sichtbar zu machen.

Wie aus Daten journalistische Geschichten entstehen

Journalistische Berichterstattung folgt einer anderen Logik als Studienberichte. Während Studien oft analytisch aufgebaut sind, arbeiten Medien mit klaren Aussagen, Einordnungen und Beispielen.

Deshalb müssen Studienergebnisse häufig übersetzt werden.

Aus einer komplexen Analyse wird eine zentrale Erkenntnis. Aus einer Tabelle wird ein Trend. Und aus einzelnen Zahlen entsteht eine Geschichte über eine Entwicklung im Markt.

Genau an dieser Stelle zeigt sich die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Marktforschung und Kommunikation.

Während Marktforschung Daten erhebt und analysiert, sorgt PR dafür, dass Ergebnisse verständlich eingeordnet und in relevante Themen übersetzt werden.

In unseren Studienprojekten arbeiten wir deshalb eng mit unserer schoesslers zusammen, um Studien gezielt für Daten-PR nutzbar zu machen.

Wie Studien im Marketing grundsätzlich eingesetzt werden können, erklären wir im ersten Beitrag der Serie.

Fazit: Daten brauchen eine Geschichte

Daten-PR kann ein sehr wirkungsvolles Instrument sein, um Themen im Markt zu platzieren und Aufmerksamkeit zu erzeugen.

Studien liefern dafür eine besonders starke Grundlage. Entscheidend ist jedoch, dass Ergebnisse nicht nur erhoben, sondern auch verständlich eingeordnet und kommuniziert werden.

Wenn Forschung und Kommunikation strategisch zusammenarbeiten, entstehen aus Studien Inhalte, die sowohl für Medien als auch für Unternehmen echten Mehrwert bieten.

Sie möchten eine eigene Studie entwickeln, die sowohl strategische Insights liefert als auch kommunikativ nutzbar ist?

Wir unterstützen Sie bei Themenfindung, Studiendesign, Datenerhebung und Kommunikation der Ergebnisse.

Autorin
Dr. Bettina Kriegl
Head of Market Research

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